Intersektionalität als Vermittlung von Ökonomien und Bildern

Zur Überwindung der Frontstellung zwischen Materialismus und Poststrukturalismus, Struktur- und Handlungstheorien sowie Makro- und Mikrosoziologie

Intersektionalität ist im letzten Jahrzehnt zu einem wichtigen Schlagwort in kritischen Forschungsfeldern geworden. Darunter sind im deutschsprachigen Raum Ansätze zu verstehen, welche eine integrale Analyse verschiedener Formen von sozialer Ungleichheit und kultureller Differenz betreiben. Beispiele dafür sind Gender Studies, die Klasse und Ethnizität oder andere Kategorien gleichwertig mit einbeziehen oder die versuchen in verschiedenen Ungleichheitstheorien, Geschlecht und Ethnizität mitzudenken. Die Human-Animal Studies können an diesem inzwischen etablierten Label anschließen und Speziesismus in seiner Einbindung in Ökonomie und intrahumane Gesellschaftsverhältnissen erforschen.

Der Vortrag skizziert intersektionelle Human-Animal Studies unter besonderer Berücksichtigung der produktiven Überwindung theoretischer Frontstellungen, wie etwa der zwischen Materialismus und Poststrukturalismus. Die Bedeutung der Verknüpfung unterschiedlicher Paradigmen wird exemplarisch gezeigt, während gleichzeitig Verbindungen zwischen Mensch-Tier- und intrahumanen Verhältnissen in den Blick genommen werden.

Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung “Tiere_Bilder_Ökonomien”, organisiert vom Arbeitskreis Chimaira.