Zurück in die Zukunft, vorwärts in die Vergangenheit. Zeitreisen in Literatur und Film

Stefan Willer porträtiert filmische und literarische Werke über Zeitreisen und arbeitet Gemeinsamkeiten über die Auffassung von geschichtlichen Determiniertheiten und den spielerischen Umgang mit Zeit- und Raumparadoxien heraus. Nach einer kurzen Einführung in die (physikalische) Theorie des Zeitreisens bespricht Stefan Willer die literarische Erfindung der Zeitmaschine in H. G. Wells’ Roman The Time Machine, der selbst zeitlich auf komplexe Weise strukturiert ist. In aktuellen filmischen Realisierungen, wie beispielsweise Robert Zemeckis Trilogie Back to the Future, wird eher ein postmodernes Zurücksehnen in die Vergangenheit beziehungsweise ein Hin- und Herreisen mit dem Wunsch nach Geschichtsveränderung festgestellt. Die verschiedenen Facetten im Umgang mit der Zeit sowie mit Gesellschaftsentwürfen werden von Stefan Willer historisch eingeordnet und bilden einen unterhaltsamen Abschluss der Vortragsreihe des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung, welche im Rahmen der Ausstellung Tempo! Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit im Museum für Kommunikation stattfand.