„Species Trouble“. Feministische Zugriffe auf Tierbilder und Ökonomien der Mensch_Tier-Verhältnisse.

Feministische Theorie (und Praxis) beschäftigt sich zumeist wenig mit Speziesismus, bzw. mit Mensch-Tier-Verhältnissen im Allgemeinen. Dem gegenüber untersuchen Swetlana Hildebrandt und Helen Keller das Potential einer gemeinsamen Betrachtung von Geschlechter-verhältnissen und Mensch-Tier-Verhältnissen andhand zweier Beispiele. Zum einen bieten sie einen Einblick in die Überschneidung von Queer Theory und Human-Animal Studies, indem sie aufzeigen, wie menschliche Heterosexualität und heterosexuelle traditionelle Familienkonstellationen über den Verweis auf das Verhalten (vermeintlich heterosexueller) nichtmenschlicher Tiere naturalisiert und stabilisiert werden.

Zum anderen zeigen sie anhand von (Werbe-) Bildernder Fleischindustrie und der Männerkochzeitschrift „Beef“, wie Speziesismus und Sexismus in der Konstruktion hegemonialer Männlichkeit zusammenfließen.

Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung “Tiere_Bilder_Ökonomien”, organisiert vom Arbeitskreis Chimaira.