Transformationen des Vulnerablen

Neuentstehung des Sozialen und Kulturellen im Verlauf von Katastrophen

Mit Elke M. Geenen sprach eine führende Vertreterin der von Lars Clausen geprägten Kieler Schule der Katastrophensoziologie über „Transformationen des Vulnerablen. Neuentstehung des Sozialen und Kulturellen im Verlauf von Katastrophen“. Nach einer eingehenden Erörterung der Frage einer post-katastrophischen Identität zeigte sie auf, wie durch die Zerstörung kultureller Zeichen, Symbole und Orte die Wahrnehmung von Einheit und Stabilität eines Kulturraumes ins Wanken gerät. Mit Bourdieu stellte Geenen im Anschluss Modelle vor, die plausibilisieren helfen, dass auch Armut an sozialem und kulturellem Kapital die Vulnerabilität einer Bevölkerungsgruppe extrem erhöhen kann.