The Ground‐Zero of Politics

Musing on the Post‐Political Polis

Die Aufstände, die seit 2005 in vielen Städten der Welt stattgefunden haben, haben einen zutiefst urbanen Charakter, meint Erik Swyngedouw, weil sie Transformationen in deren Verwaltung betreffen. Viele Städte operieren heute im Modus der governance-beyond-the-state, lagern Regierungsaufgaben auf eine scheinbar pluralistische Vielzahl von Vertretungsinstitutionen aus und stellen daraus resultierende Praktiken als consensuell dar.

Vor dem Hintergrund der theoretischen Unterscheidung zwischen der Politik und dem Politischen muss gerade in diesen Fällen die Frage nach dem Demokratischen neu gestellt werden. Die Stadt – wie einst die polis – ist nämlich privilegiert darin, gegenläufigen und sogar unverträglichen Tendenzen eine Arena zu bieten. Diesen Dissens gilt es zu moderieren.