Datengestöber

Trial and Error in der computergestützten Schwarmforschung

über Rollenspiele in der RAND-Cooperation, Zukunfts-Simulationen und den Computer als eigentliches Habitat der Schwärme.

Das gedankliche Entwerfen von Szenarien bildet sich als verräumlichendes und verzeitlichendes Planungshandeln ab, das zwischen Wahrnehmung (aisthesis) und Zeichenprozess (semiosis) stufenlos skalierbar ist. Aufführungen, Bilder, Filme, Landkarten, Simulationen, Skizzen, Spiele und Pläne stellen Sichtbarkeitsmaschinen dessen dar, was sich als Denken in Szenarien ohnehin beständig im Verborgenen vollzieht.

Eben jene Szenarien, die beim Umgang mit Medien unterschwellig handlungsleitend sind, sollen im Rahmen der Konferenz nicht nur aus praxistheoretischer Perspektive zur Sprache kommen. Darüber hinaus sollen Aspekte der Wahrnehmungstheorie, Bildwissenschaft und Medienepistemologie diskutiert werden.

Rezente Entwicklungen auf dem Gebiet der Experimentellen Philosophie, aktuelle Strömungen der Ästhetik sowie die Herausforderungen des Spekulativen Realismus bieten die Ausgangspunkte zur Erörterung dieser potentiellen Handlungsgefüge. Diese sind auf der Trennlinie zwischen Annahme und Gewissheit zu verorten und lassen Ding und Ich, Gegenstand und Subjekt als provisorische Arrangements auffällig werden.